Die Beule

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Warum reden alle von "Tender Beule", wenn "Tender Elbe" gemeint ist?

 
 

Im Januar 1967 war die Welt ja noch in Ordnung, wenn da nicht, - - - ja wenn da nicht am 4. Januar eine Besatzung den Tender geentert hätte, die Großes vor hatte. Die erste Fahrt des Tenders, unter der neuen Besatzung, sollte von Wilhelmshaven via Nordostseekanal nach Kiel gehen. W-haven auslaufen, war normal, keine Vorkommnisse.

Einlaufen in die Schleuse Brunsbüttel, ein klein bißchen zu schnell. Das Schleusentor mußte ca. zwei Stunden in Stand gesetzt werden, bis wir mit einer mittelprächtigen Beule am Bug die Fahrt fortsetzen konnten. Im Kanal ein Wegerechtler, wir mußten an einem Dalben festmachen. Einen haben wir total abgeknickt, der zweite war leicht in die Schräglage gegangen. Zweite Beule am Vorschiff. Ankommen Kiel. Wir sitzen schon im Deck VI Z 2 bei einer Kanne Einlaufbier, da kommt die ganze Koje von der Außenbordwand in das Deck gekippt. Dieselgestank machte sich breit, Befehle vom Oberdeck waren zu hören. Da war etwas nicht in Ordnung. "Bier abräumen, da kommen gleich Dienstgrade!" Hieß es. Das stimmte auch haargenau. Bei dem Anlegemanöver an der Tirpitzmole wurde das Schiff durch auflandigen Wind Mittschiffs gegen die Pier gedrückt und erheblich beschädigt. Das war die richtige Beule.

Eine Woche Werft und das Anlegemanöver war vergessen. Das Deck roch nach frischer Farbe und wir konnten vom Vorschiff wieder in unsere Unterkunft zurückkehren. Ab diesem Tag, fuhren wir als "Tender Beule" über die Meere der nördlichen Halbkugel.

 

 
 

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