Geschichten

Home ] TENDERTREFFEN ] Linkseite ] Inhaltsverzeichnis ] Impressum ] Recht ]

Nach oben Borkum Norwegen Kanaltaufe Taufe Hund Kojen-Blues Reise - Reise Reinschiff Pantry Kopfgeld Platzangst Kurz und Zackig Weihnachten 66 Weihnachten 67 Erzählungen Die Beule Geschichten

 

 

Der Beitrag wurde übernommen aus dem Gästebuch der Homepage   TENDER ELBE  Diese Geschichte passt so gut auf meine Elbeseite und sollte darauf nicht fehlen. Danke OG. Müller .

 
 
Georg v. Baudissin aus Schleswig-Holstein
 

Nach der Grundausbildung in Brake/Unterweser (Juli - Okt.1961) und Radar-Gastenlehrgang in Bremerhaven (Okt.-Dez. 1961) kam ich im Frühjahr 1962 zum Kommando des Tenders "Elbe", der seinerzeit als eines der letzten Schiffe auf der in Konkurs gegangenen Schlieker-Werft in Hamburg gebaut wurde. Der Indienststellung des Schiffes A 61 im Frühjahr 1962 folgte gleich deren Überführung (Jungfernfahrt) in den Heimathafen Wilhelmshaven, wo auch das S-Geschwader lag.

Dort auf Reede liegend, wollte die Schiffsführung den Leuten aus Schlicktown (wie Wilhelmshaven von den Seelords genannt wurde) noch vor dem Einlaufen in den Hafen mächtig imponieren und fuhr einige Manöver, darunter auch das Zuwasserlassen eines der Beiboote an Steuerbordseite. Als das Boot mit dem mir als ständig nörgelnden Schmadding in Erinnerung gebliebenen Oberbootsmann an Bord abwärts gefiert wurde, riss eines der Drahtseile. Das Boot kippte, durchschlug eine darunter liegende Reeling und landete unkontrolliert heftig im Wasser, während der Hauptbootsmann hinaus geschleudert auf Tauchfahrt ging. Glücklicherweise hatte er eine Schwimmweste um und kam nach geraumer Zeit unbeschadet und prustend an die Oberfläche, machte ein paar hastige Schwimmzüge und brüllte: "Leute, das Manöver müssen wir aber noch oft üben!"

In dem Moment war er mir sympathisch geworden!

Vielleicht erinnere ich mich falsch, aber ich glaube: Schütt hieß der gute Mann. In dem Gästebuch auf Ihrer Seite, auf die ich heute durch Zufall bei der Suche nach einem anderen Begriff in Verbindung mit dem Wort "Elbe" stieß, las ich, dass zwei Ehemalige (Herren Springwald und Moll) bei dieser Fahrt dabei gewesen sein müssen. Vielleicht können sie sich an den Vorfall erinnern? Wir Leute vom Tender Elbe galten jedoch in unseren Kneipen in Schlicktown als die Zerstörer fiskalischen Eigentums.

Die "Elbe" lag auch in den Folgezeiten mehr in Werften und Arsenalen rum, als dass sie gefahren wäre. Ordentliche Feste feierten wir in Lauenburg, der Patenstadt. Ein Manöver habe ich mit A 61 noch in Holland (Den Helder) mitgemacht. Im September 1963 wurde ich dann auf die Fregatte "Hipper" versetzt und verlor den Tender aus den Augen.

 

 

Nach oben