Pfeife

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Klar bei Hängematten Die Queen in Hamburg. Ich glaube nicht, dass hier mit
Ruhe im Schiff der Bootmanns-Maaten-Pfeife gearbeitet wird.
Reise -reise- aufsteh'n! Und dann die nackten Weiber.

Die Geschichte der Bootsmannspfeifen
 
Die Bootsmannspfeife war einst das einzige Mittel, außer der menschlichen
Stimme, für die Befehlserteilung an Bord. Heute gibt es andere, verfeinerte
Kommunikationssysteme, aber viele Marine-Mannschaften der Welt -
traditionsbewußt wie eh und je -benutzen die Bootsmannspfeife als ein
Zeichen des Respekts, wenn der Kapitän oder besondere Gäste an Bord
kommen oder wichtige Befehle erteilt werden. Der Bootsmann war
verantwortlich für die Segelmanöver, deshalb musste er häufiger als jeder
andere Offizier Befehle weiterleiten. Die Pfeife wurde daher nach ihm
benannt. In den alten Tagen waren die Matrosen gedrillt wie Schiffshunde
und reagierten sofort auf den Pfeifton.Auf der See, in den Minuten der
Gefahr - besonders bei Sturm - konnten sie den hochfrequenten Ton der

Pfeife hören und dem ohne Verzögerung folgen. Befehle, die Segel zu

hissen oder die Lunten der Kanonen zu löschen, wurden durch
verschiedene Varianten der Töne vermitteltEs ist bekannt dass die
Sklaven im römischen und im griechischen Reich nach einer Pfeife
- ähnlich der Bootsmannspfeife - monotone Arbeiten verrichteten. Die
Bootsmannspfeife wurde zuerst im dreizehnten Jahrhundert, während der
Kreuzzüge auf englischen Schiffen gebraucht Richtig bekannt wurde sie aber

erst um 1670, als der „Lord High Admiral of the Navy" eine goldene Pfeife als

Rangabzeichen trug. Diese Pfeife ist als „Whistle of Honour" in die Geschichte

eingegangen. Die regulären Bootsmannspfeifen wurden damals aus Silber

gefertigt, und die Offiziere haben den Namen darin eingraviert.

 

 

Gebrauch der Bootsmannspfeife

Die Pfeife soll zwischen Daumen und Zeigefinger so gehalten werden, dass

der kugelförmige Teil sich auf die Handfläche stützt Die übrigen Finger werden

über dem Luftloch geschlossen, um die austretende Luft abzudrosseln. Es ist

darauf zu achten, dass das Loch dabei nicht zugehalten wird, sonst kommt

kein richtiger Ton zustande. Es gibt zwei Haupt-Tonlagen: „hoch" und „tief,

und die werden variiert, indem man die Stärke des Luftstromes und die

Handhaltung ändert Bei der offenen Handhaltung wird die Pfeife mit Daumen

und Zeigefinger gehalten, die übrigen Finger gespreizt, ohne den Luftstrom
abzudrosseln. Es wird kräftig hineingeblasen. Für die Tonänderung bildet man eine
Kuppel über dem Luftloch mit diesen Fingern, ohne es jedoch zu berühren. Der Ton ist
um so höher, je kleiner der Raum über dem Luftloch ist bzw. je stärker hineingeblasen
wird. Weitere Tonvarianten werden erzeugt, indem man die stark austretende Luft mit
geschlossenen Fingern „abkneift". Der Triller wird durch Vibrieren mit der Zunge wie beim
Buchstaben „R" hervorgerufen.
 

 

Seite Pfeifen als Zeichen des Respekts

Die bekannteste Anwendung der Bootsmannspfeifen ist „Seite Pfeifen", das Zeichen des

Respekts. Es geschieht, wenn hohe Marine-Offiziere oder wichtige Gäste an Bord

kommen oder das Schiff verlassen. Im Hafen oder anderen Landstützpunkten wird nie

gepfiffen.Dieser Brauch hat seinen Ursprung aus den Zeiten, als Kapitäne noch Besuche

anderen Schiffen auf hoher See zu machen pflegten. Bei solchen Gelegenheiten auf
 wurden diese Kapitäne in einem Stuhl mit Hilfe von Seilen aus ihrem Boot an Deck
 gezogen. Die Kommandos dazu wurden mit der Bootsrnannspfeife gegeben. Heute ist
die Benutzung der Bootsmannspfeife in der Praxis nur noch auf einigen
Ausbildungsschiffen zu beobachten. Auf dem Achterdeck steht eine Gruppe von
Seekadetten, die auf Anweisung des Wachoffiziers die Segelkommandos pfeift
 
 

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